Willkommen im Glow Blog

Bitte lächeln!

Kahle Bäume, Temperaturen, die eher im Wohlfühl-Bereich für Eisbären liegen, und für das wenige Sonnenlicht müssen wir uns immer gleich durch Horden vermummter Spaziergänger schieben. Als wäre der Winter nicht Herausforderung genug, schlagen wir uns zusätzlich mit allseits nach unten gezogenen Mundwinkeln und mürrischen Gesichtern herum.

Ja, auch ich will jetzt immer so schnell wie möglich nach Hause und gemütlich ins Sofa sinken. Dafür muss ich dann vorher den Autofahrer vor mir zusammenhupen, die Kassiererin anblaffen oder anderen die Tür vor der Nase zuknallen. Das spart nur leider weder Zeit, noch bringt es mich, meine Laune oder mein Karma nach vorn. Im Gegenteil: Schlechte Laune und ebensolche Gefühle können krank machen. Studien belegen, dass Personen mit gedrückter Stimmung und viel Stress häufiger krank wurden. Das Gute: Dieser Mechanismus funktioniert auch anders herum! Wer also lacht, statt grimmig aus der Wäsche zu schauen, tut seiner Gesundheit etwas richtig Gutes. Wie schon der Kundalini-Yoga-Gründer Yogi Bhajan sagte: Zwei Dinge sollst du täglich machen. Einmal schwitzen, einmal lachen!

Hier ein paar gute Gründe, warum wir alle häufiger lachen wollen!

Zum Lachen: Wusstet ihr, dass …

… Kinder offenbar instinktiv wissen, was ihnen gut tut? Sie lachen täglich zirka 400 Mal. Erwachsene schaffen es durchschnittlich auf 15 Mal.

… Lachen Stress abbaut? Lachen beruhigt und unterbricht Stresssituationen. Das Arteriengewebe entspannt sich, der Blutdruck sinkt. Studien zufolge senke Lachen darüber hinaus das Adrenalin Epinephrin und das Stresshormon Kortisol. Wichtig ist allerdings, warum wir lachen. Nur Lachen aus Freude und Wohlempfinden hat diesen positiven Effekt. Hämisches oder missgünstiges Lachen dagegen nicht.

… Lachen Glücksgefühle auslöst?
 Lachen sorgt für die Ausschüttung von Serotonin, Endorphin („endogenes Morphin“) und Dopamin. Drei echte Spaßmacher, denn sie sind der Grund für unser Glücks- und Wohlgefühl!

… Lachen Schmerzen reduzieren kann? 
Körpereigene Opioide wie das Glückshormon Endorphin haben eine schmerzstillende Wirkung. Britische Forscher fanden zum Beispiel heraus, dass Probanden nach einer Phase des Lachens weniger schmerzempfindlich waren als die Teilnehmer in der Kontrollgruppe, die nicht gelacht hatten.

… Lachen das Immunsystem stärken soll? In Studien wurde beobachtet, dass im Speichel sowie im Hals-Nasen-Rachen-Raum nach dem Lachen mehr Immunglobuline (Eiweißkörper, die Widerstand gegen Krankheitserreger leisten) nachzuweisen waren. Auch die zur Krankheitsabwehr wichtigen Killerzellen im Blut sollen beim Lachen deutlich aktiver werden. Albernes Rumgekichere kann also Erkältungskrankheiten vorzubeugen – das gefällt uns. Die positiven Effekte des Lachens auf unsere Gesundheit sind übrigens gut bekannt. Weshalb Clowns in Krankenhäusern auftreten, um vor allem bei Kindern den Genesungsprozess zu beschleunigen.

… Lachen die Verdauung fördert? Lachen aktiviert die Zwerchfellmuskulatur beziehungsweise bewegt das Zwerchfell. Das sorgt für eine Art Massage der Bauchorgange, was wiederum unsere Verdauungsprozesse optimiert.

… herzhaftes Lachen eine Art Mini-Workout sein kann? Beim Lachen werden hunderte Muskeln aktiviert – darunter etwa 17 Gesichtsmuskeln, die Bauch- und Brustkorb- sowie die Atemmuskulatur. Außerdem pusht Lachen das Herz-Kreislauf-System, intensiviert die Atmung und erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut. Ein echtes Mini-Workout für den Körper.

„Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert“ Aristoteles (griechischer Philosoph, 384 – 322 v. Chr.)

Und wenn’s mal nicht zum Totlachen reicht: Ein Lächeln ist ein guter Anfang. Sogar wenn euch nicht danach zumute ist. Bereits ein grundloses Lächeln kann die Stimmung heben, fand 2002 der französische Psychologe Robert Soussignan heraus. Er ließ 96 Studien-Teilnehmerinnen zwischen 21 bis 28 Jahren einen Stift auf vier verschiedene Arten zwischen die Zähne nehmen. Einige müssten darüber unwillkürlich lächeln. Als die Teilnehmerinnen anschließend Videos kommentieren sollten, bewerteten jene, die grundlos gelächelt hatten, das Gesehene positiver als die anderen Teilnehmerinnen.

Mit anderen Worten: Bitte Lächeln! Es macht die Welt wirklich jeden Tag zu einem schöneren Ort.

 

 

Fürs Gingermag gelesen!: Volker Mehl „Ayurveda geht überall“

Für Magazin Gingermag durft ich das neue Buch von Volker Mehl lesen.Hier findet Ihr meine Rezension! Tipp: Es ist wirklich mehr als empfehlenswert!

„Ayurvedische Ernährung – hört sich toll an, aber ist das nicht irre aufwändig? Und indisch kann ich eh nicht immer essen. Ist dann wohl nichts für mich.“ Diese Sätze höre ich häufig. Und habe nun ENDLICH ein schönes Buch gefunden für den Nachweis, dass Ayurveda nicht zwangsläufig etwas mit indischem Essen und exotischen Gewürzen zu tun hat.

Was ayurvedische Ernährung statt dessen alles sein kann, hat der sehr erfolgreiche Buchautor Volker Mehl in seinem neuen, liebevoll gestalteten Werk „Ayurveda geht überall“ festgehalten.

Im Prinzip könne man jedes Gericht nach ayurvedischen Gesichtspunkten zubereiten, beweist der Ayurvedakoch, Yogalehrer und Gesundheitsberater aus Wuppertal. Denn er stellt richtig, dass „schon unsere Großeltern ayurvedisch gekocht haben. Sie haben es nur nicht so genannt.“

Mehl nimmt seine Leser mit auf eine kulinarische Reise quer durch Deutschland: von Norddeutschland über Berlin und das Bergische Land bis Hessen und München. Und verrät einmal quer durchs Land, das er im Camping-Bulli über 3 Monate durch 25 Orte und 3000 km weit durchreist hat, wo überall „Ayurveda“im Alltag verborgen ist.
Ayurveda ist so viel mehr als nur Kochen und Massagen

Das Besondere seines Buches: Während er natürlich auch indische Gerichte wie Mung Dal aufzeigt, widmet er sich aber vor allem klassischen deutschen Spezialitäten: Kartoffeln mit Quark, Fischbrötchen oder Handkäs-Linsen-Salat, interpretiert nach ayurvedischen Gesichtspunkten.

„Ich versuche bei meinen Rezepten die Idee von Ayurveda zu vermitteln, aber gleichzeitig den Charakter des Gerichts zu erhalten“, sagt der „Popstar der Ayurveda-Küche“, wie ihn das Frauenmagazin „Glamour“ bezeichnet hat.

Eine kurze Übersicht über klassische ayurvedische Gewürze, ihre Wirkung und Verwendung wie Ashwagandha, Shatavari oder Kapikacchu findet das Lesepublikum genauso wie Erläuterungen zu typischen deutschen Kräutern in der ayurvedischen Küche, etwa Anis, Fenchel, Minze oder Rosmarin.

Doch Volker Mehl hat nicht nur ein neues Kochbuch vorgelegt. „Ayurveda geht überall“ ist ein „Road-Koch-Movie“, in dem Mehl seine Begegnungen mit interessanten Menschen teilt, ihre Art zu leben und ihre Einstellung zu Ayurveda.

Er verschafft Ayurveda-Neulingen zum Einstieg einen Überblick über die drei Haupt-Doshas Vata, Pitta und Kapha und spickt sein kunterbuntes Werk außerdem mit zahlreichen, hilfreichen Tipps, zum Beispiel zur ayurvedischen Tagesroutine oder wie jeder sein Agni (sein Verdauungsfeuer) stärken kann. Wie man seine „Erdung“ findet, den Stoffwechsel entlastet und den Körper reinigt.

Und das ist längst nicht alles. Aus meiner Erfahrung verbinden viele Menschen Ayurveda vor allem mit Ernährung und wohltuenden Massagen. Dabei bietet das Gesundheitssystem weitaus mehr. Volker Mehl wirft Seitenblicke auf diese weiteren Aspekte, darunter Astrologie oder die Architektur/Ordnungslehre. All das macht Lust, mehr erfahren zu wollen.

„Ayurveda geht überall“ ist ein wirklich tolles Buch, das einen umfassenden Blick auf die Jahrtausende alte Gesundheitslehre verschafft und sowohl für Ayurveda-Frischlinge als auch für alte Hasen spannende Lektüre bietet.

Wer Volker Mehl persönlich begegnen möchte, hat im November und Dezember einige Gelegenheiten! Am 24. 11. hält er in Hamburg im Gemeindesaal Heimhude (Heimhuder Str. 34 a, 20148 Hamburg) mit Stefanie Reeb einen Doppelvortrag zum Thema „Wellcuisine und Ayurveda“. Und am 5. Dezember nimmt, wer auf den Geschmack gekommen ist, gleich am Kochworkshop mit Volker Mehl teil: Im Phönixhof in Hamburg Altona von 10 bis 17 Uhr.

Weitere Termine findet ihr hier.

 

 

Füße


Happy Feet

Zu ihnen gibt es viele Meinungen. Manche finden sie einfach nur hässlich, andere „stehen“ regelrecht auf sie: unsere Füße. Wenn du ein gespaltenes Verhältnis zu deinen Füßen hast, solltest du mal das hier lesen. Ganz sicher hast du danach eine liebevollere Einstellung zu ihnen, denn…:

  • Füße sind der Körperteil, den wir am meisten beanspruchen – zwischen 25 und 57 Prozent unseres Lebens verbringen wir auf unseren Füßen
  • Wir gehen täglich etwa 8.000 bis 10.000 Schritte und
  • in unserem Leben etwas viermal um die Erde
  • Genau wie auf unseren Ohren finden sich auf den Fußsohlen ein Abbild des menschlichen Körpers. Indem wir bestimmte Stellen auf den Fusssohlen drücken und massieren, (etwas 72.000 Nervenbahnen enden auf den Fußsohlen) können wir Einfluss auf bestimmte Körperbereiche und Organe nehmen und die Energieblockaden lösen.
  • Forscher haben herausgefunden, dass man anhand der Füße erkennen kann, wie wir uns fühlen. Ein depressiver Mensch zum Beispiel soll seine seine Füße 
weniger kraftvoll vom Boden abdrücken als ein fröhlicher Mensch, der eher federnd gehen soll.
    Die Füße sind mit etwa 90.000 Schweißdrüsen versehen, die die Temperatur regeln und Schlackstoffe ausscheiden.
  • Warum wir mit kalten Füßen eher krank werden? Ganz einfach: Bei kalten Füßen sinkt die Körpertemperatur um ca. 2 bis 3 Grad. Schleimhäute werden schlechter durchblutet und stellen keine optimale Barriere mehr gegen Viren und Krankheitserreger dar und Infekte haben leichtes Spiel.

Genug Gründe, um unseren Füßen mal was Gutes zu tun. Wie wäre es zum Beispiel mal mit:

  • … einem warmen basischen Fußbad am Ende des Tages? Dafür einfach warmes Wasser (37 – 40 Grad warm) in eine Schüssel geben, basisches Pulver (oder Natron dazu geben) und dann die Füße mindestens 30 Minuten (bis 60 Minuten) darin baden. Über die Füße können Säuren gut ausgeschieden werden.
  • … barfuß gehen? Am besten so oft es möglich ist. Denn barfuß gehen regt das Herz-Kreislauf-System an und optimiert de Durchblutung des Körpers. Es stärkt das Venensystem und schützt vor Krampfadern und außerdem hilft es dabei Stress abzubauen.
  • … einer Fußmassage? Dafür nimmst du ein gutes Öl – zum Beispiel reines Sesamöl. Wenn Du magst, kannst ein paar Tropfen Aroma-Öl dazu geben z.B. Lavendel-Öl zur Entspannung oder Pfefferminz-Öl zur Erfrischung. Streiche mit deinen Handflächen den Fuß von oben und unten aus. Fahre dann mit deinem Daumen einmal der Länge nach über die Fußsohle (von oben nach unten). Anschließend massiere in kreisförmigen Bewegungen den Fuß vom Ballen bis zur Ferse. Streiche danach den Fuß wieder aus (bis zum Übergang zum Bein). Massiere nun jeden einzelnen Zeh und ziehe einmal sanft an ihm. Zum Abschluss kannst du noch einmal den Fuß (einschließlich Wade) sanft ausstreichen. Du kannst deine Füße auch nach dem Prinzip der Fußreflexzonen-Massage selbst behandeln und schauen, ob du Verspannte stellen entdeckst.

 

SMILE – Ayurvedische Zahnpflege

Stiftung Warentest hat Zahnpasta geprüft – 2 Tuben schnitten mit mangelhaft ab (http://www.stern.de/gesundheit/zaehne/aktuelles/stiftung-warentest-prueft-zahnpasta-diese-tuben-sind-mangelhaft-2189277.html).

Wie wäre es, wenn du deine tägliche Zahnpflege ganz im Sinne des Ayurveda ausrichtest? Wie es geht, erfährst du hier:

Hierzu startest du mit dem Zähneputzen, für das du anstatt der üblichen Zahncreme auch mal ein ayurvedisches Zahnpulver als Alternative verwenden kannst. Das ayurvedische Zahnpulver besteht aus natürlichen Stoffen und basiert häufig auf Tonerde und einer Kombination aus Kräutern, Wurzeln und Rinden wie Neem, Ingwer, Triphala, Amalaki oder Sandelholz. Außerdem enthält das Pulver im Gegensatz zu den üblichen Zahnpasten, die laut Stiftung Warentest nur Auszüge der beworbenen Kräuter enthalten, Öle der z.B. Pfefferminze, Eukalyptus, und/oder Nelke und verzichtet auf Schaumbildner.

Nach dem Zähneputzen wird im Ayurveda die Zunge von Belägen befreit. Dafür verwendest du einen Zungenschaber (auch ein Löffel geht mal) und schabst von hinten nach vorne die Zunge ab. „Eine Studie der Universität Toronto hat ergeben, dass die Reinigung der Zunge, kaum mit einem Zeitaufwand verbunden, faulige Gase und schlechten Atem zu etwa 75% reduziert, während die übliche Zahreinigung allein nur ca. 25%
bewirkt“ (Zitat: http://www.dental-service.at/zungenreinigung-zungenreiniger-wellness-im-mund.htm)

Anschließend wird der Mund mit Öl gespült. Dafür verwendest du am besten ein gutes Sesamöl und spülst das Öl im Mund hin und her, ziehst es durch die Zahnzwischenräume und gurgelst damit. Anschließend spuckst es in ein Papiertuch und entsorgt es. Das Ölziehen hat eine lange Tradition im Ayurveda und soll das Zahnfleisch stärken, Karies und Paradontose vorbeugen und Bakterien reduzieren. Bist du erkältet, kann das Ölziehen eine gute Möglichkeit sein, um Halsschmerzen zu reduzieren. Außerdem soll es eine entgiftende Wirkung haben und die Abwehrkräfte stärken.

Bild 6Be creative

„Kreativität“ – davon hätten die meisten Menschen gern ein bisschen mehr. Dabei ist Kreativität nichts, was nur ausgewählten Menschen gegeben ist. Vielmehr kann jeder kreativ sein. Es ist „eine Fertigkeit, die wie Autofahren geübt und gelernt werden kann“, so Edward de Bono, einer der führenden Lehrer für kreatives Denken. Denn kreativ sein, ist eigentlich nichts anderes, als das was gerade zur Verfügung steht, neu zu kombinieren oder anders ausgedrückt: es ist wie Kochen ohne Rezept. Und das kann jeder lernen, macht Spaß und glücklich und kann helfen, Alltagsprobleme leichter zu lösen. Hier ein paar Tipps, um deiner Kreativität freien Lauf zu lassen:

1. „Kreativität lässt sich nicht willentlich oder gar durch Opfergaben ‚abrufen‘. Sie scheint sich tatsächlich dann am ehesten einzustellen, wenn der Geist entspannt ist und die Phantasie frei umherschweifen kann.“ (Morris Kline -1908-1992-; US-amerikanischer Mathematiker und Wissenschaftler). Oder wie Prof. Holm-Hadulla, Kreativitätsforscher und Professor für Psychotherapeutische Medizin an der Universität Heidelberg, sagt: „Das ist – glaube ich – die allerwichtigste Kreativitätstechnik überhaupt: diesen Ruhemodus des Gehirns zuzulassen. Der eine macht es beim Schwimmen, der andere beim Spazierengehen, der dritte beim Abwasch oder unter der Dusche. Jeder kann das ausprobieren.“

Also: Suche dir etwas, das dir Spaß macht und dich entspannt – eine Runde Yoga zum Beispiel oder ein Spaziergang, Kochen oder Schwimmen – und lass deiner Kreativität freien Lauf.

2. Oft haben wir vorgefertigte, starre Ideen von uns selbst – und die schränken uns ein und begrenzen uns, sie nehmen uns die Möglichkeit, Neues zu erleben und uns weiterzuentwickeln. Mach es wie Karl Lagerfeld, der sagt: „Morgen bin ich schon ein ganz anderer Mensch“ – trau dich Neues, probieren dich aus und denk daran:

3. „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ (Henry Ford)

4. Das tolle dabei: Fehler im eigentlich Sinne gibt es nicht. Vielmehr kannst du alles als eine Erfahrung sehen, die dich auf deinem individuellen Weg ein bisschen weiter bringt. Oder wie Albert Einstein zu sagen pflegte: „Es gibt nur einen Weg, um Fehler zu vermeiden. Keine Ideen mehr zu haben.“

5. Kreativität bedeutet nicht gleich ein Gemälde zu schaffen oder einen Song zu komponieren. Schon kleine Änderungen, fördern die Kreativität und SIND Kreativität. Zum Beispiel kannst du mal einen anderen Weg zur Arbeit gehen und neue Seiten deines Viertels entdecken, deine Yogamatte an eine andere Stelle im Raum legen und beobachten, welchen Effekt der Perspektivwechsel hat, ohne Rezept kochen oder deinen Schreibtisch umgestalten. Wenn du einmal anfängst, kreativ zu sein, geht es immer einfacher.

6. Sport und Bewegung fördern die Kreativität. Das haben Wissenschaftler der Stanford University belegtet. Dabei ist es egal, ob wir eine Runde joggen gehen, einen Spaziergang machen oder uns auf die Yogamatte begeben.

7. Kreativität macht glücklich, denn wenn du in etwas eintauchst und dich völlig einer Sache hingibst und in ihr aufgehst, gerätst du in einen sogenannten Flow und der soll glücklich machen. Das sogenannte „Flow-Phänomen“ beschrieb vor etwa 30 Jahren der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi in einer der ersten, breitangelegten Studien zum Geheimnis des Glücksgefühls und wurde damit weltweit bekannt.

8. Lass dich inspirieren: Lies ein Buch, führe anregende Gespräche, schaue Filme großer Filmemacher, genieße die Natur, geh lecker essen – all das kann kann deine eigene Kreativität fördern.

9. Kleiner Tipp: Bei Dämmerlicht sind die Menschen eindeutig kreativer (und mutiger) als bei Helligkeit. Das belegt eine Studie der Universität Hohenheim.

Du brauchst ’ne kalte Dusche oder: Ishnaan – die yogische Wassertherapie!

Montag-Morgen… Dir fällt es schwer, aus den Feder zu kommen? Du bist müde, schlapp und motivationslos? Dann ist eine Runde Ishnaan jetzt genau das Richtige für Dich!

Was das ist? Ishnaan nennt man im Kundalini Yoga eine kalte Dusche, die man durchführt bis die Haut rosig und gut durchblutet ist und Du Dich von innen heraus warm fühlst. Hört sich vielleicht erstmal nicht sooo verlockend an, sorgt aber dafür das Du Dich danach super-wach und gut gelaunt fühlst und Du Deinem Immunsystem einen echten Kick verpasst. Oder wie Yogi Bhajan (brachte Kundalini Yoga in den Westen), sagte: „Wenn Du kalt duschst, kannst Du Dinge 500 Mal besser ‚computen‘. Kalt duschen tonisiert Deine Sinne.“

Eine leichte Körpermassage mit Mandel- oder Sesamöl vor Beginn regt Deine Sinne an und macht den Sprung unter die Dusche etwas leichter. Dort gehst Du am besten systematisch vor: Starte bei Füßen und Unterschenkeln, lass den Wasserstrahl dann über die Hände und Unterarme, die äußeren Oberschenkel, Oberarme, Schultern und die Vorderseite Deines Körpers laufen. Zum Schluss ist Deine Rückseite dran.

Den Kopf (bis auf das Gesicht) und die Genitalien spare aus. Wiederhole das Ganze drei Mal. Du kannst den Wasserstrahl auch gezielt auf bestimmte Körperstellen richten, um einen besonderen Effekt zu erzielen. Auf die Stirn gerichtet, soll er zum Beispiel Müdigkeit vertreiben, oder auf dem Unterarm (vom Ellenbogen bis ca. 5 cm über das Handgelenk) soll er die Heilung des Verdauungstrakts fördern. Beachte aber, dass Du während der Schwangerschaft, Menstruation oder bei Herzproblemen, Fieber und Rheuma von Ishnaan absehen solltest. Nach der Dusche wickle Dich in ein dickes Tuch und gönn Dir ein paar Minuten Ruhe. Schööönnnn….

Jetzt kann Dein Tag kommen! So heißt es, eine kalte Dusche (inkl. Massage) schützt uns gegen die Kälte in allen anderen Lebenslagen.

Wenn Du mehr über Kundalini Yoga erfahren möchtest, komm am Dienstag um 19.45 Uhr und am Freitag um 7.30 Uhr zum Kundalini Yoga Kurs zu Glow.

Fullmoon-Time

Heute ist Vollmond – viele Menschen fühlen sich gerade dann nervös und haben das Gefühl nicht geerdet zu sein? Kein Wunder, schließlich wird dem Mond eine besondere Wirkung auf den Menschen nachgesagt:

Der Stand des Mondes, der Sonne und der Erde zueinanBild 1 (2)der besagt, ob es gerade Voll- oder Neumond ist. Die Anziehungskraft des nahenden Mondes auf die Erde hat einen starken Effekt. So werden z.B. die Gezeiten – also Ebbe und Flut – von dieser Anziehungskraft beeinflusst. Die Sonne hat eine maximal unterstützende Wirkung auf die Kraft des Mondes, wenn sie mit Mond und Erde auf einer Linie liegt – also bei Voll- und Neumond.

Da der menschliche Körper zu ca. 70 Prozent aus Wasser besteht, wird seit jeher angenommen, dass der Mond auf unser körperliches und geistiges Wohlempfinden einen entscheidenden Einfluss hat. Man sagt sogar, der Wechsel von Voll- zu Neumond kann mit der Ein- und Ausatmung verglichen werden: Die Energie, die bei Vollmond vorherrscht, wird mit Prana verglichen, das am Ende der Einatmung am stärksten ist. Dass es sich hierbei um die nach oben strebende Energie handelt, ist es nicht verwunderlich, dass wir uns gerade jetzt flatterhaft und nicht geerdet fühlen. Umgekehrt stehen Apana, die nach unten gerichtete (ausscheidende) Energie, die nach der Ausatmung am stärksten dominiert, mit dem Neumond in Verbindung. So fühlen wir uns wohl zu dieser Zeit geerdet, stabil und fest. Nach Bewegung und Aktivität steht nun den Wenigsten der Sinn.

Vor diesem Hintergrund kann auch die eigene Yogapraxis ausgerichtet werden. Ruhige Yoga-Sessions, mit bewussten Atemübungen machen gerade zu Voll- und Neumond besonders viel Sinn und wirken ausgleichend.

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Vier Gründe mal öfter zu lachen!

Es steckt an, es macht Spaß und dennoch tun wir es viel zu selten: LACHEN. Dabei kann lachen einen enormen Einfluss auf die Gesundheit haben. Nicht umsonst heißt es: Lachen ist die beste Medizin.

Lachen kann…

Stress abbauen
Lachen wir, unterbrechen wir Stresssituationen, die Arterien entspannen sich und der Blutdruck sinkt. Außerdem sollen sich, laut Studien zufolge, das Epinephrin, ein Adrenalin, und das Stresshormon Cortisol, nach dem Lachen reduzieren. Stress adé!

für wahre Glücksgefühle sorgen
Lachen macht Spaß und das kann man messen. Denn beim Lachen werden der Neurotrasmitter Serotonin, das körpereigene Opiod Endorphin („endogenes Morphin“) und der Botenstoff Dopamin freigesetzt. Drei echte Spaßmacher, denn sie sorgen für das bekannte Glücks- und Wohlgefühl!

Schmerzen reduzieren
Auch gegen Schmerzen kann das Lachen helfen. Denn das körpereigene Opiod Endorphin, das beim Lachen ausgeschüttet wird und für gute Laune sorgt, hat auch eine schmerzstillende Wirkung.

das Immunsystem stärken
In Studien wurde nachgewiesen, dass sich beim Lachen Immunglobuline (Eiweißkörper, die Widerstand gegen Krankheitserreger leisten) im Speichel und im gesamten Hals-Nasen-Rachenraum vermehren. Auch die zur Krankheitsabwehr wichtigen Killerzellen, sollen beim Lachen im Blut deutlich aktiver sein. Gut, um Krankheiten vorzubeugen.

eine Art Mini-Workout sein
Beim Lachen werden etwas 17 Gesichtsmuskeln angespannt. Auch die Bauch und Brustkorbmuskulatur wird beim Lachen zusammengezogen – ein echtes Mini-Workout für den Körper.

Und was tun, wenn einem mal gar nicht nach (echtem) lachen zumute ist? An Charlie Chaplin denken, der sagte: „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“ und es trotzdem tun! Denn Studien haben herausgefunden, dass sogar ein gezwungenes Lachen einen positiven Effekt auf den Körper haben soll!

Ayurvedische Tipps für die Herbst-Winterzeit

Die Uhren wurden umgestellt, allmählich fallen die bunten Blätter von den Bäumen – es ist Herbst-Winter-Zeit. Und das bedeutet im Ayurveda: Vata-Zeit (eines der drei Doshas neben Kapha und Pitta, die unsere Umwelt und uns selbst steuern und beeinflussen). Das heißt, die Elemente Luft und Äther mit ihren trockenen, leichten und kalten Eigenschaften sind jetzt am dominantesten – Wind und kaltes Wetter stehen an der Tagesordnung.

Ziel im Ayurveda ist es, eine Balance zwischen Vata, Pitta und Kapha herzustellen. Deshalb sollten jetzt geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um das Vata-Element ins uns nicht zu stark werden zu lassen, sondern es auszugleichen. Jetzt heißt es, das Immunsystem zu stärken, damit Viren erst gar keine Chance haben.

Regelmäßige Tagesroutine
Vata steht neben Kälte und „Windigkeit“ auch für das Unstete und Unruhige. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, einen regelmäßigen Tagesablauf zu schaffen. Regelmäßige Mahlzeiten, vor 23 Uhr zu Bett gehen und ausreichend viel schlafen sind jetzt besonders wichtig.

Verdauung stärken
Das Agni – das Verdauungsfeuer – kann jetzt bewußt etwas stärker angefeuert werden, um Wärme zu erzeugen und das Immunsystem zu stärken. Warme, reichhaltig Speisen gehören jetzt auf den Speiseplan – „süße“, „saure“ und „salzige“ Nahrungsmittel tun jetzt besonders gut. Mahlzeiten können mit Vata-beruhigende Gewürzen aufgepeppt werden wie Zimt, Fenchel, frischer Ingwer, Anis, Muskat, Kümmel, Kardamon, Süssholz, Nelken, Petersilie und Basilikum.

Ein leckerer Energiebooster für die kalte Jahreszeit (nicht nur) ist die ayurvedische Fruchtpaste „Chyawanprash“. Sie besteht aus über 64 Ingredienzien und kann das Immunsystem auf leckere Weise stärken.

Öl-Massagen
Massagen mit warmen Öl tun nicht nur gut und, sondern gleichen das Vata-Element aus. Sie können beruhigend und harmonisierend wirken und sollen unsere verschiedenen Gewebestrukturen nähren und gleichzeitig Schlacken im Körper abtransportieren. Mit etwas Sesamöl kann eine Massage morgens oder abends selbst durchgeführt werden oder man gönnt sich eine professionelle Abhyanga-Massage.

Aktiv werden
Bewegung tut gut und kann das Immunsystem ebenfalls stärken. Dafür sind keine Höchstleistungen erforderlich. Schon regelmäßige Bewegung kann gutes bewirken. Eine erwärmende Yoga-Praxis zum Beispiel mit kräftigenden und zugleich beruhigenden Asanas können das Vata-Element ausbalancieren und können uns entspannt durch die dunkle Jahreszeit bringen.

Anti-Stress-Tipps

Sechs ayurvedische Anti-Stress-Tipps fürs Büro

Laut Stressreport 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin arbeitet etwa jeder zweite Arbeitnehmer nach eigenen Angaben unter starkem Termin- und Leistungsdruck.

Zeitmangel, Reizüberflutung, Mobbing am Arbeitsplatz, große Verantwortung aber auch Langeweile und Unterforderung können Ursachen für Stress sein und das Immunsystem schwächen. Damit Stress nicht chronisch wird, können Sie selbst einiges zur Vorbeugung tun. Hier sechs wirkungsvolle ayurvedische Anti-Stress-Tipps, zusammengestellt von der Hamburger Heilpraktikerin Saskia Schmitz.

*Wichtig: Diese Tipps ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bitte begeben Sie sich bei länger andauernden Beschwerden in fachkundige Behandlung

Aufwachen und an etwas Schönes denken
Stress gibt es nicht, Stress macht man sich. Alles beginnt und endet im Geist. Deshalb empfiehlt die ayurvedische Heilkunde eine gewisse Tagesroutine (Dinacharya) zur Gesundheitsvorsorge. Hier heißt es unter anderem: Denken Sie nach dem Aufwachen an etwas Positives und beginnen Sie Ihren Tag entsprechend. Mit der Zeit gewöhnen Sie sich an diese Maßnahme, die Sie optimistisch und gut gelaunt in den Tag begleiten kann.

Frisches Mittagsessen / langsam essen
Schnell eine Currywurst vor dem Rechner? Ein absolutes No-Go. Mahlzeiten sollten laut Ayurveda frisch zu bereitet werden und in Ruhe, in positiver Umgebung und achtsam zu sich genommen werden. Handys, Rechner oder Zeitschriften haben beim Essen nichts zu suchen.

Hauptmahlzeit mittags einnehmen
Entgegen der Gewohnheiten vieler, die in der Mittagspause gern nur etwas Leichtes, dafür am Abend die Hauptmahlzeit zu sich nehmen, soll die Hautmahlzeit des Tages, laut Ayurveda, in der Mittagszeit eingenommen werden. Dann nämlich ist das Agi, das Verdauungsfeuer, am stärksten und Speisen können am besten verdaut und verwertet werden. Abends hingegen sollte lediglich ein leichtes Abendessen auf dem Speiseplan stehen, das optimalerweise nicht nach 19 Uhr eingenommen werden sollte, um den Organismus nicht zu belasten.

Außerdem gilt: Füllen Sie ein Drittel Ihres Magens mit Essen, ein Drittel mit Trinken (trinken Sie vor und nach der Mahlzeit, nicht während des Essens) und lassen Sie etwa ein Drittel „Luft“, damit die Verdauung optimal funktionieren kann. Nach dem Essen kann ein kurzer Spaziergang gut tun, bevor Sie wieder an die Arbeit gehen.

Pausen einlegen
Wer dauerhaft gute Leistungen erbringen will, sollte sich regelmäßig Pausen gönnen – stehen Sie einfach hin und wieder vom Tisch auf, gehen Sie ans Fenster und atmen Sie tief und bewusst ein und aus und zählen dabei jeweils bis vier. Der Sauerstoff soll wach und frisch machen und kann uns dabei helfen, uns wieder besser zu konzentrieren.

Atemübungen einbauen
Ein erwachsener Mensch atmet in der Minute etwa 15 Mal ein und aus. In Stress-Situationen atmen wir allerdings häufig flach und unregelmäßig. Unter Umständen kann dies zu Müdigkeit, Verspannungen oder Konzentrationsschwäche führen. Im Yoga und Ayurveda nimmt die bewusste Atmung eine zentrale Rolle ein. Regelmäßiges Pranayama (Atemübungen) kann die Sauerstoff-Aufnahme verbessern und so Stresssymptome mildern.

Wie es geht? Ganz einfach:
 Für die yogische Bauchatmung setzen Sie sich gerade hin und legen eine Hand auf den Bauch. Beim Einatmen achten Sie darauf, dass sich der Bauch leicht nach vorne wölbt und bei der Ausatmung leicht nach innen zieht. Schon nach einigen Minuten merken Sie vielleicht, wie Sie allmählich ruhiger werden und sich gleichzeitig frischer und wacher fühlen

Friedvolle Gedanken
Der Chef schnauzt rum, die Kollegin zickt einen an oder der Partner hat kein offenes Ohr für unsere Probleme. Nicht selten fühlen wir uns missverstanden oder ungerecht behandelt. Im Buddhismus setzt man bei Groll und Ärger eine Übung ein, die sich Metta-Meditation nennt. Bei der Meditation üben wir, eine liebevolle Einstellung zu allen Wesen zu entwickeln, die uns umgeben – auch zu denen, mit denen wir gerade nicht gut klar kommen.

Wie es geht? Ganz einfach: Setzen Sie sich bequem hin, beobachten Sie Ihre Atmung, ohne Sie zu beeinflussen und lassen Sie Anspannungen los. Stellen Sie sich eine Person vor, die Ihnen Gutes wünscht, z.B.: Mögest du glücklich sein, mögest du gesund sein, mögest du inneren Frieden finden usw. Im nächsten Schritt übertragen Sie diese Wünsche auf andere Personen, die Sie mögen. Schließlich können Sie auch die Menschen einbinden, mit denen Sie gerade weniger gut zurechtkommen. Versuchen Sie einmal, auch in ihnen das Gute zu sehen und erkennen Sie, dass Verletzungen häufig aus Unwissenheit verursacht werden.

Abends runter kommen, statt Action, Party und TV
Um sich von einem stressigen Arbeitsalltag zu erholen, sollten statt TV, Internet und Co. ein Spaziergang in der Natur, ruhige Yogaübungen oder eine Meditation auf dem Programm stehen. Lassen Sie den Tag bewusst am inneren Auge vorbei ziehen und machen Sie sich bewusst, dass der Tag, auch wenn er sehr stressig war, Schönes für Sie bereit gehalten hat, wie zum Beispiel das Lächeln der Bäckerin, bei der Sie täglich Ihre Brötchen holen.

Dvesha

दुःखानुशयी द्वेषः || 2.8
duḥkhānuśayī dveṣaḥ || 2.8 ||
Abneigung (Dvesha) ist das, was Schmerz/Unbehagen (Duhkha) zur Folge hat.

Man ist mit dem Job nicht mehr zufrieden, ändert aber nichts an der Situation, weil man nicht weiß, was ein neuer Job mit sich bringen könnte. Man ist in der Beziehung nicht mehr glücklich, trennt sich aber nicht, weil man Angst vor dem unbekannten Alleinsein hat. Wir fühlen uns schlapp, doch anstatt uns aufzuraffen und zum Sport zu gehen, liegen wir abends lieber vor der Glotze, weil es auf den ersten Blick bequemer ist. Wir haben als Kind schon keinen Handstand machen können, dann kann es auch heute nicht klappen. Diese oder andere Situationen und Gedanken kennen die meisten von uns. Wir halten an Altem fest, selbst wenn es uns nicht gut tut, einfach, weil wir Angst vor Neuem haben. Im Yoga nennt man diese Ablehnung des Neuen: Devsha. Es ist eins von fünf Kleshas – Eigenschaften, die unseren Geist trüben und dafür sorgen, dass wir nicht klar sehen können. Die Ablehnung von Neuem, Unbekanntem kann dafür sorgen, dass wir in alten Gedanken- und Verhaltensmustern verharren, unkreativ werden, uns selbst im Weg stehen und uns in letzter Konsequenz nicht wohl fühlen, sondern „leiden“. Oft werden Kleshas auch als „Unkraut“ des Geistes bezeichnet, das ungehemmt spriesst und wächst, wenn wir uns nicht um unseren Garten – unseren Geist – kümmern.

Um uns aus diesem Hamsterrad zu befreien, müssen wir nicht gleich die Welt aus den Angeln heben. Schon kleine Veränderungen können helfen, einen neuen Blick auf Dinge zu werfen, kreativ zu werden und ungeahnte Seiten ans uns und unseren Mitmenschen kennen zu lernen.

So kann man zum Beispiel morgens einmal einen anderen weg zur Arbeit nehmen oder statt des obligatorischen Kaffes am Morgen mal einen Tee trinken. Man kann die Möbel in der Wohnung umstellen, mit jemandem sprechen, dem man nicht kennt, neue Lebensmittel ausprobieren, einen Kurs belegen, der uns neue Dinge, wie eine neue Sprache, lehrt oder die Yogamatte mal an einen neuen Platz legen – wer weiß, wen wir dadurch kennen lernen…Probiert es einfach mal aus.

 

C- wie chanten

Anfang war das Wort und das Wort war Klang.Die meisten Yogastunden beginnen mit dem Chanten eines Mantras wie dem OM, dem Gayatri Mantra oder dem Friedensmantra lokah samastah sukhino bhavantu. Aber warum machen wir das und was soll es bringen? Es heißt, jedes Wort, enthalte eine bestimmt individuelle Schwingung – eine ganz eigene Energie. Durch das Aussprechen oder das Singen dieses Wortes wird diese Energie, freigesetzt und aktiviert. Jedes Wort, egal ob wir es laut sagen oder nur denken, ob wir es liebevoll oder aggressiv sagen, hat eine bestimmte Wirkung auf uns. Nicht umsonst heißt es, unsere Stimme ist das Spiegelbild unserer Seele. Der Einsatz unserer Stimme ist sehr machtvoll – mit ihr können wir beruhigen, verzaubern, zum lachen bringen oder trösten, aber auch verletzen und verunsichern. Was wir sagen und wie wir es sagen, hat aber nicht nur einen Einfluss auf denjenigen, an den sich die Worte richten, sondern auch und vor allem auf den, der sie ausspricht. Sharon Gannon (Begründerin des Jivamukti Yogas) hat es treffend so ausgedrückt: “One of the best ways to clean the mind is to be careful about what you expose it to. The mind is like a clear crystal. A crystal will take on the color of whatever it is near-it will reflect its surrounding environment. (…) Consciously purifying your speech will also positively affect the content of your mind.”
Nicht nur das – auch aus biologischer/medizinischer Sicht, schreibt man dem Singen einen positiven Effekt zu. Laut eines Welt-Artikel von 2007 (“Warum Singen gesund ist”) heißt es, dass schon zehn bis 15 Minuten Singen und Trällern reichen, um das Herz-Kreislauf-System auf Trab zu bringen, die Atmung zu intensivieren und der Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen. (…) Profisänger, so heißt es hier, besäßen sogar eine deutlich erhöhte “Herzratenvariabilität”, die die Schwingungsbreite der Herzfrequenz anzeige, und seien so fit wie Dauerläufer. Außerdemheißt es hier, dass die moderne Forschung die Gemütsaufhellende Wirkung des Singens in mehreren Untersuchungen nachgewiesen habe und schon nach dreißig Minuten Singen das Gehirn erhöhte Anteile von Beta-Endorphine, Serotonin und Noradrenalin produziere, während Stresshormone wie zum Beispiel Cortisol abgebaut würden.
Alles gute Gründe, öfter mal die richtigen Worte zu wählen und ein fröhliche Liedchen anzustimmen, denn eines sollten wir bei allen interessanten Hintergrundinformationen rund ums Singen nicht vergessen: Vor allen Dingen macht das Singen Spaß und lässt uns ohne Anstrengung im Augenblick verweilen.
Eine schöne Version des Gayatri Mantra stammt von Edo and Jo und findet Ihr hier – viel Spaß!
https://soundcloud.com/user4221438

Mudra

Ein Mudra (“mud”: Freude, “ra”: geben)  ist eine Handgeste, die in verschiedenen Kulturen vorkommt und sowohl im alltäglichen Leben, im Tanz als auch im religiösen Kontext eingesetzt wird. Im Yoga geht man davon aus, dass Mudras den Energiefluss im Körper lenken können und bei zahlreichen Beschwerden unterstützend wirken können. Da die Energiebahnen auch durch die Finger laufen bzw. hier entspringen oder enden, soll durch das sanfte Drücken dieser Punkte die Lebensenergie direkt in bestimmte Körperbereiche gelenkt werden können.Das Bhramara Mudra (Bienen-Mudra) kann zum Beispiel zur Stärkung des Immunsystem und bei allergischen Beschwerden eingesetzt werden. Selbstverständlich ersetzt ein Mudra ber keine ärtzliche Behandlung!Wie es geht? Ganz einfach: Setze Dich gerade hin und lege Deinen Zeigefinger in die Mulde Deines Daumens. Deinen Daumen legst Du nun sanft an die Aussenkante Deines Mittelfingers, der Ringfinger und der kleine Finger sind gerade ausgestreckt. Achtet drauf, dass Du keinen zu starken Druck auf die Finger ausübst. Wenn Du ein Mudra einsetzt, hab das Gefühl, als würden sich die Finger gegenseitig magnetisch anziehen. Du kannst das Mudra  drei bis vier Mal täglich jeweils fünf bis zehn Minuten üben.

Dhatu

Dhatu werden im Ayurveda die Gewerbe des Körpers genannt. Es gibt laut Ayurveda sieben Dhatus (Hauptgewebe):

Rasa Dhatu – das Blutplasma, Serum und Lymphe, aber auch Gewebsflüssigkeit. Die Aufgabe von Rasa Dhatu ist die Ernährung.
Rakta Dhatu – das Blut. Genau genommen die Blutkörperchen und -zellen. Rakta Dhatu ist zuständig für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.
Mamsa Dhatu – das Muskelgewebe, dient der Bewegung, gibt Kraft, stabilisiert den Körper und gibt Energie.
Medas Dhatu – das Fett, dient der Schmierung und macht den Körper weich.
Asthi Dhantu- die Knochen, stützen und geben dem Körper Stabilität.
Majja Dhatu – das Knochenmark und Nervengewebe. Es hat eine “ausfüllende” Aufgabe, d.h. es füllt den Wirbelkanal, den Schädel und die Knochen. Majja Dhatu ist u.a. zuständig für Verstandesfunktionen.
Sukra Dhatu – Reproduktionsgewebe, dient der Fortpflanzung.
Alle Gewebe bauen aufeinander auf und entwickeln sich auseinander. Aus Plasma wird Blut, aus Blut werden Muskeln, aus diesen entsteht Fett, daraus wiederum Knochen, daraus Knochenmark und daraus die Fortpflanzungsgewebe. Analog dieser Reihenfolge verarbeitet der menschliche Körper die Nährwerte der aufgenommene Speisen und Getränke. Da Rasa Dhatu (Plasma, Lymphe) das erste Gewebe ist, aus dem sich alle anderen Gewebe entwickeln, ist es zum Beispiel wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Auch die Reinheit und Durchlässigkeit der Dhatus sind wichtig, denn je durchlässiger und gereinigter die Gewebe (Dhatus) sind, desto besser fließt die Lebenskraft (Ojas). Umgekehrt: Ist ein Dhatu gestört bzw. verstopft, kann das nachfolgende Dhatu nicht optimal versorgt werden. Hier setzen die Ernährungstherapie und Reinigungsmaßnahmen (Pancakarma) im Ayurveda an – sie wirken sich auf Dhatus aus und können stark zu ihrer Reinigung beitragen.

Das Pitta-Dosha

Das Pitta-Dosha wird den Elementen Feuer und Wasser zugeordnet.
Personen mit einem hohen Pitta-Anteil gelten als leistungsfähig, ehrgeizig, zielstrebig und eigensinnig. Sie verfügen häufig über einen schnellen Verstand, eine scharfe Beobachtungsgabe, Willenskraft und Durchsetzungsvermögen. Allerdings fehlt es ihnen häufig an Stabilität und sie gelten als stressanfällig.

Yoga für Pitta-Typen
Pitta-Typen sind häufig auch bei der Asana-Practise sehr ehrgeizig und schnell. Gut für sie sind deshalb ausgleichende, kühlende sanfte Yoga-Übungen und -Formen, die ohne übertriebenen Ehrgeiz ausgeübt werden, wie mildes Hatha-Yoga, sanftes Vinyasa-Flow und restoratives Yoga.

Eine zu erwärmende Yoga-Praxis sollte hingegen vermeiden werden. Kräftigende Asanas, Balance-Übungen und eingebaute Entspannungsphasen (child pose) während der Asana-Praxis tun Pitta-Typen gut. Asanas, die auf den Unterleib, Dünndarm und die Leber (hier sitzt die Hitze) einzahlen, eignen sich ebenfalls für die Pitta-Asana-Praxis. Außerdem Twists im Stehen und im Sitzen wie Ardha Matsyendrasana, Trikonasana oder Parivrtta Ardha Chandrasana – denn sie gelten als Leberreinigend und Pitta reduzierend. Vorwärtsbeugen wie Paschimottanasana oder Janu Sirsansana haben eine kühlende und beruhigende Wirkung und sind optimal für Pitta-Konstitutionen. Rückbeugen sollten hingegen nur moderat ausgeführt werden (also nicht lange halten!) da sie sonst zu viel Hitze erzeugen. Statt des Sonnengrußes können Pitta-Typen zu Beispiel einmal den Mond-Gruß ausprobieren.

Kühlende Atemübungen (ruhige Atmung durch das linke Nasenloch v.a. abends oder wenn ein starkes Hitzegefühl oder Gereiztheit vorherrscht; Sitali-Atmung; Nadi Shodana), Meditation und einen längere Savasana-Phase runden die Praxis für Pitta-Typen ab.

 

A – wie atmen

Auch wenn wir es nicht merken, wir tun es jeden Tag – und zwar nicht nur einmal oder zweimal, sondern gleich tausende Male. Gemeint ist: atmen. Ein Erwachsener atmet in der Minute durchschnittlich 15 Mal ein und aus, Kinder noch öfter. Unser Körper benötigt Sauerstoff, um Nährstoffe zu “verbrennen” und in Energie umzusetzen. Doch die meiste Zeit des Tages nutzen wir unser zur Verfügung stehendes Lungenvolumen nicht optimal aus. Gerade in Stresssituation, wenn wir uns wenig bewegen oder wenn wir traurig sind, atmen wir stattdessen flach und unregegelmäßig. Wer denkt “das macht doch nichts”, irrt sich. Unter Umständen kann eine falsche Atmung nämlich zu Müdigkeit, Verspannungen, Konzentrationsschwäche oder depressiven Gefühlen führen.
Im Yoga nimmt die Atmung, das sogenannte “Pranayama”, seit jeher eine zentrale Rolle ein. In der Geschichte der Yogis hieß es, jedem Menschen stünden im Leben jeweils eine bestimmte Anzahl von Atemzügen zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, stirbt der Mensch. Deshalb war es wichtig, jeden Atemzug so bewußt wie möglich zu atmen.
Das Wort “Pranayama” setzt sich aus “Prana”, was soviel heißt wie universelle (Lebens-)Energie und “Ayama”, was leiten oder lenken bedeutet, zusammen. Pranayama kann man also übersetzen mit: “Die Lenkung/Kontrolle unserer Lebensenergie”. Pranayama gehört zu den acht Gliedern des Ashtanga Yoga wie Patanjali es in seinem Yogasutra beschrieben hat und dient der optimalen Verteilung von “Prana”. Pranayama sorgt also zum einen für eine optimierte Sauerstoff-Aufnahme, wodurch Stresssymptome gemildert werden können, die Bauchorgane massiert werden und die Verdauung optimiert werden kann und man sich geistig erfrischt fühlt. Zum anderen geht es um die bewußte Lenkung von Prana in unserem Körper und Geist.
Eine einfache yogische Atmentechnik/-übung ist die yogische Bauchatmung. Wie sie geht? Setzte Dich dazu am besten hin, lege eine Hand auf den Bauch und achte darauf, dass sich Dein Bauch bei der Einatmung leicht nach vorne wölbt und sich bei der Ausatmung leicht nach innen zieht. Nach einigen Minuten wirst Du Dich vielleicht ruhiger und gleichzeitig frischer fühlen.

Meine guten Vorsätze und ich …

 

Zum Jahresanfang machen wir uns häufig jede Menge gute Vorsätze. Oft ist bereits zu Frühlingsanfang nicht mehr viel von ihnen übrig. Dabei ist die Realisierung unserer Träume kein hoffnungsloses Unterfangen. Folgende Punkte können helfen, Deine gesetzten Ziele zu erreichen:

1. Schau, was Du wirklich willst
Zunächst heißt es: Mach Dir klar, was Du wirklich willst. Und schaue im nächsten Schritt realistisch, was Du selbst dazu beitragen kannst und willst, um Deinem Ziel näher zu kommen.

2. Visualisiere Deine Ziele
Je konkreter und greifbarer unsere Vorstellung von dem ist, was wir wollen, desto besser. Deshalb gilt: Träumen ist ganz klar erwünscht – stell Dir das Ergebnis/Ziel in allen Einzelheiten vor! Je mehr Du Dein Ziel zudem mit positiven Emotionen verknüpfst, desto besser.

3. Behalte das Ziel im Auge
Oftmals verlieren wir unser Ziel aus den Augen oder die Vorstellung davon wird diffuser. Eine stichpunktartige Liste kann helfen, uns an unser Ziel/unsere Wünsche zu erinnern.

4. Positive Beispiele
Vorbilder können uns auf dem Wg zu Verwirklichung unsere Träume helfen, indem sie die Funktion eines Coaches übernehmen – sie können uns Möglichkeiten bei der Herangehensweise zeigen. Dabei geht es nicht darum, zu vergleichen oder eine schlechte Kopie von dem Vorbild zu werden. Schau Dir an: Wie geht/ging die Person mit heraufordernden Situationen um? Was hat sie getan, um ihr Ziel zu erreichen?

5. Umdenken
Wie gehen wir an unsere Ziele heran, welche Gedanken haben wir in Bezug auf unser Vorhaben? Schau Dir einmal an, wie Du spricht und welche Worte Du wählst – vielleicht kannst Du einige durch positive Alternativen ersetzen?

6. „3-2-1“ – los gehts!
Es bringt uns nicht weiter, immer wieder theoretisch über eine Sache nachzudenken, zu grübeln und abzuwägen. Haben wir uns ein realistisches Ziel gesetzt und einen Plan gemacht, müssen wir irgendwann loslegen. So wie Goethe sagte: „Erfolg hat drei Buchstaben: T U N“.

 

Ruhige Yogastunde zum Relaxen

Mit der ruhigen Yogasession kannst Du entspannen und den Tag ziehen lassen – flow, grow – GLOW!

 

Das Manipura Chakra

Das dritte Chaka heißt Manipura-Chakra und befindet sich auf der Höhe des Mages. Es bedeutet auch so viel wie “leuchtender Juwel”. Dem Solarplexus-Chakra wird dementsprechend die Farbe gelb sowie die leuchtende Sonne bzw. das Feuer zugeordnet. Außerdem steht es für das Mantra “Ram” und die indische Gottheit Durga oder Kali, die oft mit zehn Armen dargestellt wird und als als Mahadevi (Große Göttin) und Allmutter gilt.

Man sagt, es reguliert das vegetative Nervensystem, das für die Verdauung, Atmung und den Stoffwechsel zuständig ist. Es soll zuständig sein für Umwandlungsprozesse wie die Transformation der Nahrung in Energie. Einem ausgeglichenen Nabelchakra spricht man Energie, Durchsetzungsvermögen und ein großes Maß an Lebendigkeit zu. Es soll dabei helfen mit Ausdauer und Geduld auch schwierige Situationen zu meistern und an Aufgaben zu wachsen. Besteht eine Disharmonie im Nabelchakra können Orientierungslosigkeit, Überforderung einerseits oder übersteigerter Ehrgeiz und übertriebens Leistungsdenken andererseits die Folge sein.

Yoga-Twists wirken positiv auf das Solarplexus-Chakra.

Zuckersüße Alternative

Kaum ein Nahrungsmittel wird derzeit so heftig disskutiert, wie der Zucker. So lecker süße Speisen auch schmecken, ein Zuviel kann unerwünschte Folgen für den Körper haben. Müdigkeit, Übergewicht, ein hoher Blutzuckerspiegel, Diabetes 2, Darmprobleme, Pilzbefall und vieles mehr können auf einen erhöhten Zuckerkonsum zurückzuführen sein. Dabei kann man Idustriezucker ganz einfach ersetzen: durch Agavendicksaft zum Beispiel. Der sirupartige Saft wird aus der Blauen Tequila-Agave gewonnen, besteht vor allem aus Fruchtzucker und süßt ca. 1,2 mal so intensiv wie klassischer Zucker, weshalb man weniger benötigt, um die gewünschte Süße zu erreichen. Außerdem ist er geschmacksneutral und kann gut bei Backen verwendet werden. Einfach bei Backrezepten die Flüssigkeistmenge um ca. 100 ml verringern oder 1/3 mehr Mehl hinzufügen und bei niedrigeren Temperaturen backen (5 bis 10° weniger), da Agavendicksaft leichter verbrennt. yummi

Weitere leckere und gesunde Alternativen findet man zum Beispiel im Buch “Vegan kochen” von Celine Steen und Joni Marie Newman.

Das Sakral-Chakra

Das Sakral-Chakra sitzt 3-5 Fingerbreit unter dem Bauchnabel und wird der Farbe Orange, dem Mantra “Vam” und der indischen Gottheit Vishnu zugeordent. Es steht für alles “Fließende” wie die Körpersäfte Blut, Urin, Tränen oder Lymphe. Dementsprechend wird es den Organen im Beckenraum wie den Fortpflanzungsorganen, den Nieren oder der Blase zugeordnet sowie dem Bereich zwischen Kreuz- und Schambein.

Ein ausgeglichenes Sakral-Chakra kann für einen entspannten Bezug zur eigenen Sexualität, zur Lust, etwas Neues zu schaffen und die eigene Kreativität auszuleben, stehen. Mangelnde Lebensfreude oder Kraftlosigkeit können hingegen auf ein unaugeglichenes Svadisthana-Chakara hindeuten.

Wer etwas für sein Sakral-Chakra tun möchte, kann im Bereich Yoga den Fokus auf Hüftöffner und Vorbeugen legen.

Einfach mal… nichts tun

“Wahre Intelligenz arbeitet im Stillen. Es ist die Stille, in der Kreativität und Problemlösungen zu finden sind” so der Autor Eckhart Tolle (“Stille spricht”).

Nicht selten geht es im Alltag turbulent zu und man weiß nicht, wo einem der Kopf steht. Anstatt zu grübeln und sich den Kopf zu zebrechen, lieber mal (vom Schreibtisch) aufstehen, das Fenster weit öffnen, die Augen schließen und ein paar Mal tief durch die Nase ein- und ausatmen. Alle Gedanken, die auftauchen, kurz realisieren, aber nicht mehr eintauchen, sondern sie vorbei ziehen lassen. Stattdessen empfindsam und aufmerksam werden für den gegenwärtigen Augenblick. Wahrnehmen, welche Geräusche erklingen – im Raum, vor dem Raum und im eigenen Körper, wonach es duftet und wie sich der eigene Körper in seiner Gesamtheit aber auch in all seinen einzelnen Bereichen anfühlt. Das Wichtigste: einfach mal loslassen und ruhig werden. Viele Knoten im Kopf können sich so vielleicht ganz einfach lösen…

Das fünfte Chakra – das Hals-Chakra!

Das Vishudda-Chakra steht in Verbindung mit der Kommunikation und dem Bewußtsein für Worte und deren Bedeutung. Ihm wird eine Verbindung von Gefühl und Verstand zugeschrieben, denn es verbindet das Herz- und das Stirn-Chakra.

Störungen im Kehl-Chakra können sich durch häufiges Räuspern, Nackenschmerzen oder Heiserkeit bemerkbar machen. Auch nie die richtigen Worte zu finden, kann auf ein blockiertes Hals-Chakra hinweisen…

Love, love, love – das Herz-Chakra

 

Das Anahata-Chakra, das vierte Chakra, befindet sich genau in der Mitte der Brust. “Anahata” bedeutet “unbeschädigt” und verweist auf die Einheit und Unberührtheit des Menschen in seinem innersten Kern.  Es steht für die bedingungslose Liebe – eine Kraft, die vom “Ich” zum “Wir” führt und mehr ist als die romantische oder leidenschaftliche Liebe. Es steht vielmehr für die universelle Liebe – die Gabe, egoistische Wünsche zu überwinden und echtes Mitgefühl und Liebe für andere Menschen zu empfinden.

Körperlich gesehen, soll das Herz-Chakra mit dem Thymus in Verbindnung stehen, der eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielt.

Menschen mit einem ausbalanciertem Herz-Chakra sollen über ein hohes Maß an Nächstenliebe, Demut und Toleranz verfügen, während sich ein blockiertes Herz-Chakra über Gefühlskälte, das Gefühl der Isoliertheit oder der Unfähigkeit zu verzeihen, ausdrücken kann.

Im Bereich der Yoga-Asanas können vor allem Rückbeugen dem Herz-Chakra gut tun. Da Hände und Arme in unmittelbarer Verbindung mit dem Herz-Chakra stehen, sollen sich Asanas, die die Hände integrieren, ebenfalls positiv auf das Anahata-Chakra auswirken.

Visuddha Ajna oder auch: Das dritte Auge

 

Das Stirnchakra, das auch als “Drittes Auge” bekannt ist, befindet sich genau zwischen den Augenbrauen. In Indien tragen Menschen häufig genau an dieser Stelle einen Farbpunkt oder ein Bindhi – einen Schmuckstein. Das Ajna steht für Weisheit und Erkenntnis und wird als Sitz der Intuition bezeichnet. Ein aktives Stirn-Chakra steht für eine gute Vorstellungsgabe, einen wachen Geist, logisches Denken, Kreativität und Intuition. Während sich Blockaden in diesem Chakra auf körperlicher Ebene durch Kopfschmerzen bemerkbar machen können – auch Konzentrationssschwäche oder übertriebene Ängstlichkeit können auf eine Blockade hinweisen und auch mangelnde Durchsetzungskraft soll auf eine Blockade hinweisen.

Auf körperlicher Ebene steht das dritte Auge für die Zirbeldrüse und die Hypophyse. Die Zirbeldrüse ist auf Höhe des dritten Auges mitten im Schädels lokalisiert und produziert das Hormon Melatonin, das für den Wach-Schlaf-Rhythmus verantwortlich ist. Die Hypophyse ist für Vorgänge wie Wachstum, Fotpflanzung und Stoffwechsel zuständig.

Dem dritten Auge wird die Farbe violett und der Klang “Om” oder auch KSHAM zugeordnet.

Das Gayatri Mantra

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ
tát savitúr váreniyaṃ
bhárgo devásya dhīmahi
dhíyo yó naḥ pracodáyāt

Das Gayatri Mantra gilt als eines der beliebtestes Mantren in Indien und wird dort von vielen Hindus täglich gebetet. Seinen Ursprung hat es in den ältesten Schriften Indiens, in den Veden, und wird für gewöhnlich jeweils drei Mal  morgens, mittags und abends wiederholt. Das Gayatri Mantra besteht aus drei Teilen: Während in den ersten beiden Zeilen vor allem das Göttliche verehret wird, stellt die dritte Zeile eine erfürchtige Meditation auf die absolute Wahrheit dar. Die letzte, also vierte, Zeile hingegen ist ein kurzes Gebet mit der Bitte um Erleuchtung – ein Apell, den Intellekt zu erwecken und zu stärken und unterscheiden zu können.
Es heißt, das Gayatri Mantra fördere spirituelle Kräfte, Mut und Gesundheit, während es gleichzeitig vor Unheil schütze. Außerdem beseitige es geistige Unreinheiten.

Anti-Stress-Tipps

Sechs ayurvedische Anti-Stress-Tipps fürs Büro

Laut Stressreport 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin arbeitet etwa jeder zweite Arbeitnehmer nach eigenen Angaben unter starkem Termin- und Leistungsdruck.

Zeitmangel, Reizüberflutung, Mobbing am Arbeitsplatz, große Verantwortung aber auch Langeweile und Unterforderung können Ursachen für Stress sein und das Immunsystem schwächen. Damit Stress nicht chronisch wird, können Sie selbst einiges zur Vorbeugung tun. Hier sechs wirkungsvolle ayurvedische Anti-Stress-Tipps, zusammengestellt von der Hamburger Heilpraktikerin Saskia Schmitz.

*Wichtig: Diese Tipps ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bitte begeben Sie sich bei länger andauernden Beschwerden in fachkundige Behandlung

Aufwachen und an etwas Schönes denken
Stress gibt es nicht, Stress macht man sich. Alles beginnt und endet im Geist. Deshalb empfiehlt die ayurvedische Heilkunde eine gewisse Tagesroutine (Dinacharya) zur Gesundheitsvorsorge. Hier heißt es unter anderem: Denken Sie nach dem Aufwachen an etwas Positives und beginnen Sie Ihren Tag entsprechend. Mit der Zeit gewöhnen Sie sich an diese Maßnahme, die Sie optimistisch und gut gelaunt in den Tag begleiten kann.

Frisches Mittagsessen / langsam essen
Schnell eine Currywurst vor dem Rechner? Ein absolutes No-Go. Mahlzeiten sollten laut Ayurveda frisch zu bereitet werden und in Ruhe, in positiver Umgebung und achtsam zu sich genommen werden. Handys, Rechner oder Zeitschriften haben beim Essen nichts zu suchen.

Hauptmahlzeit mittags einnehmen
Entgegen der Gewohnheiten vieler, die in der Mittagspause gern nur etwas Leichtes, dafür am Abend die Hauptmahlzeit zu sich nehmen, soll die Hautmahlzeit des Tages, laut Ayurveda, in der Mittagszeit eingenommen werden. Dann nämlich ist das Agi, das Verdauungsfeuer, am stärksten und Speisen können am besten verdaut und verwertet werden. Abends hingegen sollte lediglich ein leichtes Abendessen auf dem Speiseplan stehen, das optimalerweise nicht nach 19 Uhr eingenommen werden sollte, um den Organismus nicht zu belasten.

Außerdem gilt: Füllen Sie ein Drittel Ihres Magens mit Essen, ein Drittel mit Trinken (trinken Sie vor und nach der Mahlzeit, nicht während des Essens) und lassen Sie etwa ein Drittel „Luft“, damit die Verdauung optimal funktionieren kann. Nach dem Essen kann ein kurzer Spaziergang gut tun, bevor Sie wieder an die Arbeit gehen.

Pausen einlegen
Wer dauerhaft gute Leistungen erbringen will, sollte sich regelmäßig Pausen gönnen – stehen Sie einfach hin und wieder vom Tisch auf, gehen Sie ans Fenster und atmen Sie tief und bewusst ein und aus und zählen dabei jeweils bis vier. Der Sauerstoff soll wach und frisch machen und kann uns dabei helfen, uns wieder besser zu konzentrieren.

Atemübungen einbauen
Ein erwachsener Mensch atmet in der Minute etwa 15 Mal ein und aus. In Stress-Situationen atmen wir allerdings häufig flach und unregelmäßig. Unter Umständen kann dies zu Müdigkeit, Verspannungen oder Konzentrationsschwäche führen. Im Yoga und Ayurveda nimmt die bewusste Atmung eine zentrale Rolle ein. Regelmäßiges Pranayama (Atemübungen) kann die Sauerstoff-Aufnahme verbessern und so Stresssymptome mildern.

Wie es geht? Ganz einfach:
 Für die yogische Bauchatmung setzen Sie sich gerade hin und legen eine Hand auf den Bauch. Beim Einatmen achten Sie darauf, dass sich der Bauch leicht nach vorne wölbt und bei der Ausatmung leicht nach innen zieht. Schon nach einigen Minuten merken Sie vielleicht, wie Sie allmählich ruhiger werden und sich gleichzeitig frischer und wacher fühlen

Friedvolle Gedanken
Der Chef schnauzt rum, die Kollegin zickt einen an oder der Partner hat kein offenes Ohr für unsere Probleme. Nicht selten fühlen wir uns missverstanden oder ungerecht behandelt. Im Buddhismus setzt man bei Groll und Ärger eine Übung ein, die sich Metta-Meditation nennt. Bei der Meditation üben wir, eine liebevolle Einstellung zu allen Wesen zu entwickeln, die uns umgeben – auch zu denen, mit denen wir gerade nicht gut klar kommen.

Wie es geht? Ganz einfach: Setzen Sie sich bequem hin, beobachten Sie Ihre Atmung, ohne Sie zu beeinflussen und lassen Sie Anspannungen los. Stellen Sie sich eine Person vor, die Ihnen Gutes wünscht, z.B.: Mögest du glücklich sein, mögest du gesund sein, mögest du inneren Frieden finden usw. Im nächsten Schritt übertragen Sie diese Wünsche auf andere Personen, die Sie mögen. Schließlich können Sie auch die Menschen einbinden, mit denen Sie gerade weniger gut zurechtkommen. Versuchen Sie einmal, auch in ihnen das Gute zu sehen und erkennen Sie, dass Verletzungen häufig aus Unwissenheit verursacht werden.

Abends runter kommen, statt Action, Party und TV
Um sich von einem stressigen Arbeitsalltag zu erholen, sollten statt TV, Internet und Co. ein Spaziergang in der Natur, ruhige Yogaübungen oder eine Meditation auf dem Programm stehen. Lassen Sie den Tag bewusst am inneren Auge vorbei ziehen und machen Sie sich bewusst, dass der Tag, auch wenn er sehr stressig war, Schönes für Sie bereit gehalten hat, wie zum Beispiel das Lächeln der Bäckerin, bei der Sie täglich Ihre Brötchen holen.